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Patentanmeldungen in China - vom Nachahmer zum Innovationsführer?

Aus einem aktuellen Bericht im Economist (Ausgabe vom 30. September 2010): Japans Dominanz im Bereich der Patentanmeldungen in Asien wird zunehmend von China in Frage gestellt.
Während im Jahr 2000 Japan noch viermal so viele Patentanmeldungen wie China verzeichnete, hat sich dieses Bild in den letzten 10 Jahren völlig geändert. Die Anzahl der Patentanmeldungen in Japan ist seit Jahren rückläufig, während China in den letzten Jahren stetige Zuwächse verzeichnet. Wenn die Entwicklung so weiter geht, werden im Jahr 2010 erstmals in China mehr Erfindungen zum Patent angemeldet als in Japan.
Im Zeitraum 2006 – 2009 blieb im Vergleich dazu die Anzahl der Patentanmeldungen in den USA und Europa etwa konstant, wobei Europa zumindest quantitativ weit hinter den USA und auch Japan oder China zurückbleibt.
Sieht man die Anzahl der Patentanmeldungen als (relativ) aussagekräftigen Maßstab für Innovation, so zeigt diese Entwicklung den gewaltigen Aufschwung Chinas als Wirtschaftsmacht, die nicht nur kopiert, sondern selbst forscht und entwickelt. Darüber hinaus dokumentiert dieser Trend die Entwicklung, dass westliche Firmen China nicht nur als Marktplatz und Werkbank für ihre Produkte nutzen, sondern in den letzten Jahren auch zunehmend ihre Investitionen durch geistige Schutzrechte absichern lassen.

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Dr. Andreas Gehring , Patentanwälte Puchberger, Berger & Partner - Patent Attorney Austria