Aufgrund “jüngster Ereignisse”: Ein weiterer US-Minister stürzt ab

Aufgrund “jüngster Ereignisse”
Ein anderer US-Minister wirft nieder

Die sukzessiven Rücktritte der Trump-Administration gehen weiter. Jetzt verlässt der Minister für innere Sicherheit sein Büro. Derzeit ist nicht bekannt, was er nach dem Verlassen des Postens tun wird. Chad Wolf nennt “jüngste Ereignisse” als Ursache.

Etwa anderthalb Wochen vor dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump gab US-Verteidigungsminister Chad Wolf seinen Rücktritt bekannt. Der Wolf kündigte in Washington an, dass er seine Position am Montag (Ortszeit) eine Minute vor Mitternacht aufgeben werde.

Der vorherige Minister begründete seine Entscheidung mit “jüngsten Ereignissen”. Er erwähnte jedoch nicht, dass Capitol von wütenden Trump-Anhängern angegriffen worden war, was in den letzten Tagen zum Rücktritt mehrerer hochrangiger Regierungsmitglieder führte.

Stattdessen verwies Wolf auf rechtliche Konflikte um seine Befugnis, das Büro des Ministers vorübergehend zu nutzen. Dieser Rechtskonflikt erfordert eine “kritische Phase”, um die Ressourcen des Ministeriums für innere Sicherheit an eine neue Regierung zu übertragen.

Nach dem Rücktritt von Kevin McLean, dem Leiter der Exekutive, wechselte Wolf im November 2019 zum Ministerium für innere Sicherheit. Wolf war der fünfte Innenminister in Trumps vierjähriger Amtszeit.

Trumps gesamte Amtszeit war geprägt von ständigen Veränderungen in seinem Regierungsteam. Die aufeinanderfolgenden Rücktritte der Regierung wurden erneut beschleunigt, seit Trump-Anhänger am vergangenen Mittwoch die US-Hauptstadt angegriffen haben. Bildungsministerin Betsy Divos, Verkehrsministerin Elaine Chaw und der stellvertretende nationale Sicherheitsberater Matt Pottinger traten aus Protest gegen Trumps Rolle bei den Vorfällen zurück.

Trump wurde teilweise für den Aufstand auf dem Sitz des US-Kongresses verantwortlich gemacht. Zuvor hatte er bei einer Veranstaltung in Washington, DC, seine Anhänger mit seinen unbegründeten Vorwürfen des Wahlbetrugs provoziert und einen Marsch auf das Kapitol gefordert.

Die amerikanischen Demokraten haben also die ersten Schritte in Richtung einer neuen Anklage gegen Trump unternommen. Am Montag legten sie dem Repräsentantenhaus einen Resolutionsentwurf vor. Trumps Amtszeit endet am Mittwoch, jedenfalls nächste Woche. Sein gewählter Nachfolger, Joe Biden, wird dann der Präsidentschaft vorgestellt.

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