Trump-Anhänger nach dem Sturm: Capitol verteidigte erneut

Brutale Szenen im Herzen der amerikanischen Demokratie: Trump-Anhänger greifen Capitol an, um zu verhindern, dass Demokraten Bidens Wahlsieg sichern. Eine Frau wurde auf frischer Tat getötet. Die Polizei entfernte das Gebäude einige Stunden später. Die Stimmung ist heiß.

Nach stundenlangen gewaltsamen Aggressionen von Anhängern von US-Präsident Donald Trump ist das Capitol – der Zweizimmer-Parlamentssitz – in Washington wieder in Sicherheit. Die Polizei kündigte an – unter dem Beifall von Abgeordneten, die fleißig im verschlossenen Raum waren. Schwerbewaffnete Polizisten haben zuvor das Gebäude geräumt. Sie verwendeten auch Betäubungsgranaten und Tränengas.

Chaotische Szenen ereigneten sich im Kapitol, nachdem zahlreiche Trump-Anhänger das Gebäude betreten hatten. Tatsächlich wollten beide Kammern des Parlaments das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen im November und den Sieg des Demokraten Joe Biden bestätigen – eine absolut legitime Handlung. Stattdessen mussten Abgeordnete und ihre Mitarbeiter vor wütenden Trump-Anhängern gerettet werden. Fernsehaufnahmen zeigten, wie Randalierer Fensterscheiben zertrümmerten, Parlamentsbüros plünderten und in einer leeren Senatskammer posierten. Stundenlang befanden sich Teile des Gebäudes in den Händen der Menge.

Die Frau leidet an Schusswunden

Eine Frau, die bei einem Angriff auf den Kongress erschossen wurde, starb einige Stunden später. Das hat die Polizei gesagt. Der Hintergrund ist am Anfang nicht klar. Die Polizei der Hauptstadt hat nach Angaben ihres Arbeitgebers Robert Candy Ermittlungen eingeleitet. Videoaufnahmen zeigten einen Demonstranten, der in einer Halle im Kapitol lag und nach dem Schießen blutete. Die Zuverlässigkeit der Aufzeichnungen wurde jedoch zunächst nicht bestätigt.

Ausgangssperre in Washington

Vor dem Kapitol gab es am Abend (Ortszeit) mehrere hundert Trump-Anhänger, die den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden nicht anerkennen wollten. Sie werden jedoch von Polizisten aus dem Gebäude geschoben. Die Journalisten der Website äußern eine sehr aggressive Stimmung. In Washington besteht seit 18 Uhr Ortszeit eine Ausgangssperre. Die Nachbarstaaten entsenden nationale Polizei und Staatspolizei in die Hauptstadt.

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Die Polizei sagte, mehrere Waffen wurden beschlagnahmt. Laut einem Medienbericht hat das FBI mindestens zwei Sprengstoffe deaktiviert.

Trump stiftet Gegner an

Die Proteste eskalierten, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Anhänger gebeten hatte, gegen die Bestätigung des Wahlergebnisses des Kongresses zu protestieren. Trump wiederholte auch die unbewiesene Behauptung, er sei vom Wahlsieg getäuscht worden.

Trump war von diesen Ereignissen nicht besonders beeindruckt. Trump twitterte: “Dies sind die Dinge und Ereignisse, die passieren”, und sein “heiliger Erdrutschsieg war so plötzlich und bedeutungsvoll”. Er schrieb, dass die Opfer “ausgezeichnete Patrioten” waren, die lange Zeit ungerecht behandelt worden waren – eine Vision für diejenigen, die ihm anscheinend folgten. Zuvor hatte Trump mäßig Leute in das Kapitol eingeladen – über Twitter. “Sei ruhig!” Er schrieb und forderte die Polizei und die Sicherheitskräfte auf, ihn zu unterstützen.

Nach den Unruhen verwendeten Facebook, Twitter und YouTube ungewöhnlich strenge Verfahren, um Trumps Beiträge zu entfernen, in denen er unbegründete Vorwürfe des Wahlbetrugs erneut verbreitete. Twitter hat den Account des Präsidenten für die nächsten zwölf Stunden gesperrt. Im Falle eines weiteren Verstoßes gegen die Regeln des Kurznachrichtendienstes kann das Konto insgesamt gesperrt werden, teilte das Unternehmen mit.

Die Sitzung sollte fortgesetzt werden

Die Zeremonie zur Bestätigung des Wahlergebnisses soll nun fortgesetzt werden. Dies gab die Demokratin Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, bekannt. Wichtige Dokumente mit den Ergebnissen der Wahlbeteiligung in einzelnen US-Bundesstaaten wurden von Mitarbeitern des Senats aufbewahrt. Die Dokumente bilden die Grundlage für die Ernennung des künftigen Präsidenten Biden.

“Die gute Nachricht ist, dass einer der Mitarbeiter die Stimmzettel sehr schnell und intelligent entgegennehmen und in Sicherheit bringen konnte”, sagte Senator Dummy Duckworth gegenüber CBS News. “Also haben wir sie bei uns, damit wir weitermachen können.” Senator Jeff Merkley veröffentlichte auf Twitter ein Foto der Holzkisten und schrieb, dass die Mitarbeiter, wenn sie die Stimmzettel nicht abgeholt hätten, “von der Menge verbrannt worden wären”.

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Pence lehnt Trumps Bitte ab

Das Treffen wird von Trumps Vizepräsident, Vizepräsident Mike Pence, geleitet. Er hatte vor dem Treffen klargestellt, dass er die Demokraten nicht daran hindern wollte, Bidens Sieg zu sichern. Sein Gelübde, die Verfassung zu verteidigen, hindert ihn daran, eine “einseitige” Entscheidung darüber zu treffen, “welche Stimmen gezählt werden sollen und welche nicht”.

Benz widersetzte sich Trumps Forderungen. In den letzten Tagen hat er seinen Stellvertreter unter Druck gesetzt, Bidens Wahlsieg zu vereiteln. Pence hat viele Wähler für illegal erklärt und gesagt, Trump sollte diejenigen ersetzen, die für ihn gestimmt haben. Er sagte, der Vizepräsident habe die Befugnis, Wähler “betrügerisch” zu entlassen.


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